Gegen Unrecht: Kinder gehören nicht ins Gefängnis!


Vor rund einem halben Jahr haben wir die Initiative Gegen-Unrecht gestartet und über 116.000 Menschen unterstützen bis heute unsere Forderungen. So konnte bereits einiges zum Positiven verändert werden. Doch jetzt soll es zu weiteren Verschärfungen im Fremdenrecht kommen. Dieses Fremdenrechtspaket soll schon bald im Parlament beschlossen werden und nimmt u.a. in Kauf, dass Kinder weiterhin ins Gefängnis gesteckt werden. Dabei wird sogar die Schutzgrenze heruntergesetzt: von 18 auf 16 Jahre.

Wir können und wollen weder verstehen noch akzeptieren, dass man Kinder ins Gefängnis steckt. Kinder gehören nicht ins Gefängnis! Daher fordern wir die Abgeordneten zum Nationalrat auf, diesem Gesetz so nicht zuzustimmen!

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Wir können und wollen weder verstehen noch akzeptieren, dass der österreichische Staat und seine Gesetzgebung es zulassen, zur Aufrechterhaltung der sogenannten öffentlichen Ordnung zwei gut integrierte achtjährige Kinder überfallsartig und unter Einsatz bewaffneter Sicherheitskräfte in ihrem Zuhause abzuholen und ins Gefängnis zu stecken – um sie dann außer Landes zu schaffen.

Wir können und wollen weder verstehen noch akzeptieren, dass man Kinder ins Gefängnis steckt. Und wir können und wollen schon gar nicht verstehen oder akzeptieren, dass man Volksschulkinder von ihrer kranken Mutter trennt.

Kinder gehören nicht ins Gefängnis! Daher fordern wir von den Abgeordneten zum Nationalrat, die uneingeschränkte Aufnahme der Kinderrechtskonvention in die Verfassung. Wenn wir nicht wollen, dass weiterhin Kinder in Schubhaft landen und Familien auseinandergerissen werden, dann müssen wir gemeinsam ein Zeichen setzen, denn schlechte Gesetze gehören geändert.

Wien, 14.10.2010